Sande 13. – 14. Mai 2017

Liebe Freunde der Spur Null, liebe Mitleser und Interessierte,

der Spur0-Stammtisch SpurNull-Freunde Region Hannover (SNFRH) haben am oben genannten Wochenende ihr 6. Fahrbetriebstreffen abgehalten. Doch etwas war dieses Jahr anders.

Udo hat als aktiver Stammtischanhänger vor ein paar Wochen eine Idee geboren. Warum Module buckeln, Kabel unter der Anlage stecken und sich mit eventuellen Technikproblemen rumärgern. Den Ort, wo das ganze Treffen stattfinden könnte, war schnell ausgemacht. So viel die Wahl auf die große Spur0-Anlage der ARGE Große Modellbahnen Weser-Ems e.V. . Udo hat in Eigenregie den Vorstand des Sandener Vereins angesprochen, das Vorhaben erläutert und den gesamten Organisationsaufwand betrieben. Zusätzlich hielt er in Sande für die gesamte Teilnehmerzahl Hotelzimmer zurück. Und auch für die Nachbesprechung hatte er bereits einen Tisch in einem griechischen Restaurant reserviert. Udo, nochmal herzlichen Dank dafür, dass du diese Idee nicht nur eingebracht, sondern in die Tat umgesetzt hast. Von der Organisation, von den Absprachen mit dem Sandener Vereinsvorstand und dem angedachten Fahrbetrieb, bis hin zur Versorgung mit Unterkunft und der Gestaltung des Abendprograms am Samstag war das eine Qualität, die Maßstäbe setzt. Vielen vielen Dank.

Die eigenen Modulteile blieben folglich bei diesem Treffen in den heimischen Lagerstätten. Lediglich die Lokomotiven und Waggons wurden, teilweise in organisierten Sammeltransporten, zum Veranstaltungsort verbracht.

Die Anreise nach Sande erfolgte am Samstag vormittag. Gegen 11 Uhr war das Treffen mit den SpurNull-Kollegen aus Sande verabredet. Nach dem Eintreffen wurden erstmal die Fahrzeugkisten aus den Transportfahrzeugen geladen und in die heilige Halle verbracht. Danach erfolgte ein Adressenabgleich der mitgebrachten Lokomotiven, Waggons und Handregler, sofern die letzt genannten eingesetzt wurden. Anschließend wurden die Gleise mit Fahrzeugen besetzt.

Die ersten Stunden wurden benötigt, um durch die anwesenden Sander Vereinsmitglieder in die Anlage mit ihren Fahrpulten und Signalsteuerungen eingewiesen zu werden. So war es erstmal möglich, ausführlich in Erfahrung zu bringen, welches Betriebspotential in den Gleisanlagen der Anlage verborgen liegt.
Der relativ problemlose Betrieb erfolgte u.a. gleichzeitig mit 8 Smartphones und 2 Funk-Roco-Mäusen an der Z21. Aber auch der ein oder andere Handregler wurde zusätzlich genutzt und dies war dank der an jeder Betriebsstelle vorhandenen Einsteckverbindungen auch möglich.

Für diejenigen, die diese Anlage noch nicht kennen folgt hier noch mal einen Übersichtsplan, der den Streckenverlauf der Anlage schemenhaft zeigt.

Quelle: http://www.0und1-sande.de/5.html (15.05.2017), verändert nach Papke

Der von uns anvisierte Fahrbetrieb sollte auf den inneren Ästen der Anlage ablaufen. Eingesetzt wurden 3 Personenzüge mit folgenden Umläufen:

Sanderfeld – Armahofen – Sanderfeld (anschließend eine große Kreisrunde)

Neuensiel – Heidmühle – Armahofen – Heidmühle – Neuensiel

Zetel – Wehlau – Heidmühle – Armahofen – Heidmühle – Wehlau – Zetel

Für diesen organisierten Fahrbetrieb, wurden am Samstag die Zeit-/Wegstrecken gemessen. Sprich es wurde ermittelt, welche Zeiten zum Durchfahren der einzelnen Streckenabschnitte gebraucht wurden. Als Orientierung kann für die große Ovalrunde von Sanderfeld nach Sanderfeld eine Dauer von ca 3 min  genannt werden. Für jede geplante Strecke wurden die Zeiten mittels einer Lok und einer Stoppuhr ermittelt. So konnte zumindest die Taktung der Personenzüge auf zunächst 20 min festgesetzt werden. Im Verlauf des Betriebes, stellte sich heraus, dass eine 15 minütige Taktung auch möglich war. 

Mit diesen und noch fehlenden Daten (Nutzlänge von Gleisen) soll versucht werden, in den nächsten Monaten ein geplantes Betriebskonzept mit einem Fahrplan zu erstellen. Die Anlage besitzt ein riesiges Betriebspotential, dass es zu ergründen gilt.

Alle drei Personenzuglinien trafen sich in Armahofen. Dieser Bahnhof war in unserem Planspiel die nächst größere Kreisstadt, von wo aus die Nebenbahnen abzweigten. Doch dem nicht genug, gab es da auch noch zwei, teilweise sogar drei Güterzüge. Einen Durchgangsgüterzug der von Zetel über Armahofen nach Sanderfeld und dann auf die große Ovalrunde fuhr; einen Nahgüterzug (Ng), welcher Waren verteilte und ein weiterer Ng, welcher die leeren bzw. vollen Güterwaggons einsammelte und auch wieder verteilte.
Diese Ng’s verkehrten meist zwischen Armahofen und Zetel, aber durchaus gab es auch mal Zugfahrten auf der großen Runde, wenn mal wieder frischer Fisch nach Sanderfeld bzw. in die „große weite Welt“ geliefert werden musste.
Das Ganze sah in Bildern dann wie folgt aus:

Was unbedingt erwähnt werden muss, ist, dass die Wagen, welche in einem Bahnhof abgeliefert wurden, nicht einfach auf einem Gleis abgestellt wurden, sondern an ein entsprechend geeignetes Ladegleis verbracht werden mussten. Aufgrund des Personalmangels kam diese Aufgabe den Lokführern zu. Was den Spielspaß für diese noch mehr in die Höhe trieb. Und wenns mal stressig wurde, legten sich diese Wogen, wenn der Zug über die schönen Weichenstraßen aus dem Bahnhof hinausfuhr. Einfach schön anzusehen.

Die Lokomotiven, die ihre Züge nach Zetel gebracht haben, durchliefen nach Beendigung ihrer Zugleistung Behandlungsanlagen des ortsansäßigen BW’s. Während der anstehenden Rangierarbeiten, konnte der Lokführer einen Kaffee trinken gehen.

Die festgelegten Zugumläufe erforderten des Öfteren ein Umlaufen der Züge, damit der Zugbetrieb in der Gegenrichtung durchgeführt werden konnte. Auf den folgenden Bildern hatte 64 007 das Umsetzen in Armahofen vor sich …

Auf dem Weg zum Bahnhof Zetel kamen noch zwei weitere Bahnhöfe, Heidmühle und Wehlau. Diese beiden Bahnhöfe sind mit einer sehr interessanten Bahnstrecke verbunden. So führt ein Teil der Strecke über einen sehr schönen Vidadukt, der immer wieder dazu einlädt, ein wenig Modellbahn-Spotting zu betreiben. Genießen Sie die Bilder, die diesen Streckenabschnitt zeigen.

Der Bahnhof Zetel ist der Endpunkt des Nebenbahnastes. Dennoch verfügt er über ein eigenes BW, großzügig gestaltete Bahnanlagen und Ladestellen. Die Güterzüge die an diesem Wochenende verkehrten waren sowohl mit Schraubenkupplungen und LENZ-Kupplungen gekuppelt. Beim Rangieren sorgten selbst erstelle Adapterwagen für die notwendige Verbindung. Doch sehen Sie selbst, wie der Betrieb in Zetel ablief.

Wie es oben schon erwähnt wurde, kam es durchaus vor, dass außer dem Durchgangsgüterzug auch ein Nahgüterzug nach Sanderfeld und die große weite Welt fuhr. So erhielt 24 002 den Auftrag, genau diese Leistung zu ziehen. Am Einfahrsignal von Sanderfeld musste jedoch gehalten werden. Das Gleis Richtung Armahofen war noch belegt.

Die SpurNull-Freunde aus der Region Hannover danken der ARGE Große Modellbahnen Weser-Ems e.V., dass sie uns es ermöglichte, Fahrbetrieb auf der wunderschönen Anlage zu planen, durchzuführen und zu erleben. Einige Mitglieder waren noch nie in Sande und haben einen ersten beeindruckenden Eindruck erhalten. Eine Wiederholung eines solchen Treffens wurde zwar noch nicht ausgemacht, aber der Stammtisch bzw. die Teilnehmer haben sich bereits positv über eine Wiederholung geäußert.

Mit diesen Bildern endet der Bericht vom 6. Fahrbetriebstreffen der SNFRH

Die Teilnehmer sagen auf Wiedersehen und freuen sich auf ein nächstes Mal

Idee und Organisation: Udo
Autor des Berichts: Hans-Christian P.
Bilder für den Bericht: Hans-Christian P.